Internet Flatrate Anbieter ohne künstliche Reduzierung der Bandbreite

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Bei Mobilfunktarifen haben wir uns bereits daran gewöhnt. Die Internet Flat wird hier nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens gedrosselt. Jetzt sollen auch mehr und mehr DSL und Kabel Internet Flatrates nur noch mit Drosselung angeboten werden. Welche Anbieter noch Internet ohne Drosselung verkaufen, zeigt die folgende Übersicht.

Deutsche Telekom drosselt DSL Flatrates – Internet-Anschluss mit Grenzen

Als erster deutscher Netzbetreiber kündigte die deutsche Telekom die Limitierung von Datentransfers bei DSL-Anschlüssen an. Tatsächlich wird die Internet-Drosselung bereits bei Neukunden seit Mai 2013 mit in den Vertrag aufgenommen. Nach dem Verbrauch des Inklusivvolumens sollte ursprünglich auf 384 KBit/s gedrosselt werden, aktuell soll eine Bandbreite von mindestens 2 MBit/s trotz Datendrosselung garantiert werden. Die Einschränkungen der DSL-Geschwindigkeit sind nicht für alle Internettarife der Telekom gleich. Die Obergrenze der Datenmenge für Surfen, Streamen und Downloads mit Highspeed hängt stark von der maximal möglichen Bandbreite ab. Dabei gilt je schneller der Internetanschluss desto mehr Datenvolumen steht zur Verfügung. Die Internet-Bremse tritt bei Tarifen mit bis zu 16 MBit/s bereits nach 75 GB in Kraft.
Bei DSL-Verträgen mit Bandbreiten bis zu 50 MBit/s stehen bereits 200 GB zur Verfügung und bei Internetanschlüssen mit maximal 100 MBit/s sind 300 GB inklusive. Telekom-Festnetztarife bei Glasfaseranschlüssen mit Download-Geschwindigkeiten bis zu 200 MBit/s beinhalten eine Obergrenze von 400 GB Highspeed-Internetverkehr pro Monat.

Bei Telekom-Kunden mit Entertain-Tarifen wird indes der Datenverkehr für das gebuchte Internetfernsehen nicht gedrosselt. Entertain – das IPTV-Angebot der deutschen Telekom benötigt hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und geht dementsprechend mit hohen Datentransfers einher. Das so entstandene Transfervolumen wird weder auf die monatliche Datenübertragung angerechnet, noch wird das TV-Angebot bei einer eingetretenen Drosselung eingeschränkt.

Congstar folgt – Drosselung bei Festnetzverträgen

Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, will auch congstar eine Datenobergrenze bei seinen DSL-Verträgen einführen. Mit der Drosselung der Internet-Geschwindigkeit nach dem Verbrauch einer festgelegten Datenmenge zieht die Telekom-Tochter nach. Ab 2014 soll die Speed-Bremse für Vielsurfer in die Geschäftsbedingungen des Kölner Unternehmens aufgenommen werden. Offen sind noch welche Restriktionen wann eintreten werden. Eine Staffelung wie bei der Konzernmutter Telekom ist anzunehmen. Dabei orientiert sich die Drosselung an den DSL-, VDSL- und Glasfaserbandbreiten der einzelnen Festnetztarife. Analog zur Telekom wird congstar die Änderungen zunächst bei Neu- und Bestandskunden in die Verträge aufnehmen. Die technische Umsetzung der DSL-Drosselung bei Überschreitung der festgelegten Datenkontingente wird nicht vor 2016 erwartet.

O2 – Datendrosselung aller DSL-Tarife nach dem Fair-Flat Prinzip

Schon im kommenden Jahr will O2 den Internet-Verkehr seiner DSL-Kunden bei großen Datentransfers einschränken. Bereits ab dem 01. Juli 2014 soll das Tempo-Limit greifen. Eine Drosselung der Geschwindigkeit erfolgt dann bei Internetverträgen mit Bandbreite bis zu 8 MBit/s nach 100 GB pro Monat auf 2 MBit/s bis zum Ende der Abrechnungsperiode. Bei DSL 16000 und VDSL 50000 Verträgen garantiert der Anbieter in den ersten 3 Monaten einen Internetanschluss ohne Datendrosselung. Werden in drei aufeinanderfolgenden Monaten die Limits von jeweils 300 GB überzogen wird im 4. Monat gedrosselt. In den darauffolgenden Zeiträumen wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 2000 KBit/s sofort aktiv wenn das Datenvolumen von 300 GB im Abrechnungsmonat überschritten wird. Der, zum spanischen Netzbetreiber Telefónica gehörende DSL-Anbieter bezeichnet diese Regelung als Fair-Flat und bremst den Internet-Teilnehmer nicht gleich bei der ersten Überschreitung auf niedrigere Transferraten aus. Zusätzlich bietet O2 Volumenpakete von 100 GB an. Kunden die von der Festnetz-Drosselung betroffen sind können gegen eine geringe Gebühr weitere 100 GB Highspeed-Internet hinzubuchen, ein “unbegrenztes Datenvolumen” ohne Einschränkung soll auch möglich sein. Für ungedrosseltes Internetvergnügen trotz dauerhafter Überschreitung des Inklusivvolumens müssen O2-Festnetzkunden zusätzlich zum monatlichen Beitrag tiefer in die Tasche greifen.

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